Das Quadrat als Raster bietet viele Möglichkeiten der Variation. Man kann jede rechtwinklige Form in Quadrate aufteilen. Schnell und einfach lassen sich damit rechtwinklige symmetrische Formen erzeugen. Wen man nicht mit dem Computer arbeiten will, kann man sich kariertes Papier erstellen oder fertig kariertes kaufen.
Neue Formen erreicht man dadurch, dass man einzelne Quadrate optisch betont. Die einfachste Lösung ist, Quadrate einzufärben.
Ich kann mich erinnern, dass ich als Kind sehr gerne Kästchen ausgemalt habe. Mit Hilfe solcher Raster wurden Webmuster für Stoffe entworfen. Das war eine Aufgabe meines großen Bruders. Wenn es mir gelang, ein solches Musterblatt zu ergattern, habe ich es zum Leidwesen meines Bruders weiter bunt gemalt.

Abbildung: Quadratraster
Abbildung: Quadratmuster
Abbildung: Quadratmuster
Abbildung: Variation der Vier
Abbildung: Variation mit Farben
Man kann auch ohne Raster mit unterschiedlich großen Quadraten experimentieren. Entscheidend ist, dass eine symmetrische Form entsteht.
Bisher verliefen die Seiten alle erstellten Quadrate senkrecht oder waagerecht. Ein Quadrat ist punktsymmetrisch. Es lassen sich symmetrische Formen auch mit Drehungen und Spiegelungen von Quadraten erreichen.
Abbildung: punktsymmetrisch angeordnete Quadrate
Vermittelt das wagerechte Quadrat Standfestigkeit und Ruhe, ändert sich das, wenn man ein Quadrat dreht. Seine Lage erscheint instabil und verlangt nach Bewegung. Man erwartet von dem Quadrat, dass es wieder in eine stabile Lage findet.
Es ist eine Form, die je nach ihrer Lage gegensätzliche Dynamik darstellt und so gegensätzliche Emotionen ausdrückt.
Die Wirkungen der Formen werden immer durch klare und deutliche Beschreibungen ersichtlich. Jede Form birgt die Wirkung und Auswirkung schon in sich.
Je einfacher die Form, umso intensiver kann sie wirken, um so klarer wird es, worum es geht. Je größer die Formvielfalt wird, umso schwieriger kann man bestimmte Aspekte heraus filtern.
Abbildung: Muster
Abbildung: gedrehtes Muster
Während die waagerechten Muster ruhig anzuschauen sind, scheinen die gedrehten Muster mehr in der Luft zu hängen, beweglich zu sein.
Abbildung: fest und bewegt
Während waagerechte Muster Ruhe ausstrahlen, scheinen gedrehte Muster mehr von in der Luft hängen zu haben.
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Der Kreis als Form für das Göttliche und das Quadrat als geometrische Form für das Menschliche führte bei den Wissenschaftlern zu dem Versuch, den Kreis in ein räumlich flächengleiches Quadrat zu überführen. Bekannt war und ist das Problem unter dem Namen „Quadratur des Kreises“.
Die Aufgabe besteht darin, nur mit Lineal und Zirkel aus einem gegebenen Kreis ein Quadrat mit dem selben Flächeninhalt zu konstruieren. Das Problem lässt sich bis in die Anfänge der Geometrie zurückverfolgen und beschäftigte jahrhundertelang führende Mathematiker, darunter auch Leonardo da Vinci. Im Jahr 1882 bewies der deutsche Mathematiker Ferdinand von Lindemann, dass diese Aufgabe unlösbar ist.
Abbildung: Die Ordnung der Vier, Quadrat Umkreis Innkreis quadrierter Kreis
Das Problem ist grafisch nicht lösbar, weil die Kreiszahl Pi eine transzendente Zahl ist. In der Mathematik gilt, nur algebraische Zahlen lassen sich geometrisch konstruieren. Die Fläche eines Kreises ist ein vielfaches der Zahl Pi. Daraus folgt klar, das sich diese Fläche nicht geometrisch als Quadrat konstruieren lässt.
Mit dem Quadrat sind drei besondere Kreise verbunden:
- dem Umkreis, hierbei liegen alle Eckpunkte des Quadrates auf der Kreislinie.
- dem Innkreis, hier berührt der Kreis jeweils eine Seite an einem Punkt.
- der Flächenkreis, hier ist die Fläche des Kreises genau so groß wie die des Quadrates.
Man kann festhalten, das die Form für das Göttliche, der Kreis eben nicht einfach in ein gleichgroße Form für das Irdische, Quadrat überführt werden kann. Für den Übergang muss das „Transzendente“ benutzt werden.
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Eng mit dem Kreis verbunden ist Quadrat. Es spielt unter den Vierecken eine besondere Rolle. Es hat vier gleichlange Seiten, vier Symmetrieachsen, die Diagonalen stehen auf einander senkrecht und halbieren sich. Es ist punktsymmetrisch.
In der Natur selber kommt das Quadrat als natürliche Form bei Kristallstrukturen vor. In der geometrischen Beschreibung der Natur verwenden wir es häufig. So ist Quadrat sowohl eine geometrische Form, als auch eine mathematische Größe. Wir kennen es auch aus der Verwendung von Flächenmaßen.
Abbildung: Quadrat
Aufgrund seiner geometrischen Besonderheiten findet das Quadrat auch schnelle Beachtung in alle dem, was mit Geometrie und Mathematik zusammenhängt.
Wird der Kreis als besondere Form von der Natur, vom Kosmos geliefert, so ist das Quadrat eine Schöpfung des Menschen. Dementsprechend verwendet der Mensch das Quadrat in vielen Bereichen seines kulturellen Schaffens.
Betrachten wir ein Quadrat, so wirkt es auf uns beruhigend. Es vermittelt uns den Eindruck von Standhaftigkeit und Festigkeit. Wir lassen uns von der Ausgewogenheit des Raumes berühren. In der Theorie teilen wir auch gerne eine Fläche in Quadranten ein. Die Diagonalen bringen schnell einen Bezug zu den vier Himmelsrichtungen.
Abbildung : Quadrat Ordnung der Vier
Quadrate haben immer eine besondere Rolle spielt. Teilt man ein Quadrat vier gleiche Anteile, dann haben die einzelnen Quadranten eine gleichgewichtige Bedeutung. Mit einer quadratischen Unterteilung lässt sich schnell eine grafische Ordnung darstellen und herstellen. Das Raster, das dadurch entsteht, benutzt man in der Geometrie. Es hat seinen Platz bei in grafischen Computerprogrammen. Man kennt es als kariertes Papier.
Sich mit dem Quadrat beschäftigen heißt, sich mit dieser Welt zu beschäftigen. Es macht dir Orte, wo wir leben, deutlich. Es wird mit dem Wohnsitz der Menschen verbunden.
Das Quadrat wird in rituellen und religiösen Zusammenhängen benutzt, um dem Göttlichen einen Platz, einen Sitz mit einem Tempel auf dieser Erde zuweisen.
Aus diesen Überlegungen her kann man sagen, das die Form des Quadrates innerhalb einer Darstellung etwas mit dem Erdhaften, mit Körpern und Umsetzungen hier in dieser Welt zu tun hat.
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