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Variationen mit Dreieck

Sie haben einige geometrischen Grundeigenschaften eines Dreiecks kennen gelernt und einiges über den Gebrauch und die symbolische Bedeutungsmöglichkeit eines Dreiecks erfahren. Was jetzt bleibt, ist die geometrische Form zu neuen Kombinationen nutzen.

Dreieck mit drei gleichen Kreise um die Eckpunkte

Abbildung: Dreieck mit drei gleichen Kreise um die Eckpunkte

Sie haben einige geometrischen Grundeigenschaften eines Dreiecks kennen gelernt und einiges über den Gebrauch und die symbolische Bedeutungsmöglichkeit eines Dreiecks erfahren. Was jetzt bleibt, ist die geometrische Form zu neuen Kombinationen nutzen.

Dreieck mit Kreisen um den Dreieckseitenmittelpunkt

Abbildung: Dreieck mit Kreisen um den Dreieckseitenmittelpunkt

Dreieck mit drei Kreisen um die Eckpunkte

Abbildung: Dreieck mit drei Kreisen um die Eckpunkte

Alle drei Kreisvariationen übereinander gelegt

Abbildung: Alle drei Kreisvariationen übereinander gelegt

Das Besondere an diesen Formationen und Mustern ist, das sie aus den besonderen Eigenschaften des gleichseitigen Dreiecks hervorgehen und somit auch intensive energetische und symbolische Beziehung eingehen. Es entstehen durch die Kombination immer harmonische Elemente. Alle Kombinationen mit gleichen Kreisen liegen auch wieder in einem gleichseitigen Dreieck.

umfassendes Dreieck

Abbildung: umfassendes Dreieck

innere und äußere Harmonie

Abbildung: innere und äußere Harmonie

Alle anderen nicht symmetrische Dreiecksformen ergeben sich innerhalb der Symmetrie eines Mandalas. Viele Dreiecke sind als Dreiecke nicht geplant, sondern ergeben sich aus der geometrischen Konstruktion heraus.
Die Kombination zweier gleichseitiger Dreiecke führt zu einem Symbol, das in unterschiedlichen Kulturen verwendet wird. Es ist das Hexagramm.

Hexagramm

Abbildung: Hexagramm

Als Symbol taucht das Hexagramm schon früh bei den Ägyptern und im Yantra in Indien auf. Es wird später zu einem Zeichen für und von den Juden, dem so genannten Judenstern. Er wird verwendet bei den Alchimisten und in vielen okultischen Zusammenhängen
Eine, in diesen Zusammenhang bekannte Form des Hexagramms ist das “Siegel Salomos”, das in der Zauberei als magisches Symbol hoch geschätzt ist Es findet sich in zahlreichen jüdischen, christlichen und auch arabischen magischen Texten als ein gegen böse Geister wirkendes Symbol.

Siegel Salomos

Abbildung : Siegel Salomos

Man kann schnell merken, wie Grundsymbole in unterschiedlichen Kulturzusammenhängen benutzt werden. Welche Wirkungen man damit hervorrufen kann, hängt oft nur von dem Zusammenhang ab, in dem ein Symbol benutzt und eingesetzt wird.
Damit wird deutlich, das es manchmal grafische Formen gibt, die nur ein Zeichen für etwas ganz Bestimmtes sind. Innerhalb von rituellen Zusammenhängen kann aus dem Zeichen ein Symbol werden, das bestimmte Energien transportiert.
Es ist deshalb immer wichtig, genau den Zusammenhang zu erkennen und zu beachten, in dem etwas, ein Symbol z.B. vorkommt oder benutzt wird.

Judenstern

Abbildung: Judenstern

Durch Wiederholungen der Dreiecksform entstehen Muster. Manchmal sind die Wiederholungen nur Verschiebungen. Beim Mandala findet man häufig Spiegelungen.

Kombination gleichseitiger Dreiecke

Abbildung: Kombination gleichseitiger Dreiecke

Spiegelungen und Drehungen führen zu optisch interessanten Ergebnissen.

Vom Dreieck zum Quadrat

Abbildung: Vom Dreieck zum Quadrat

Die Kombination zweier gleichschenkliger Dreiecke mit einem rechten Winkel ergeben ein Quadrat. Einfach Spiegelungen des Quadrates führt zu einem ansprechenden Muster

gespiegelte Anordnung

Abbildung: gespiegelte Anordnung

drehsymmetrische Anordnung

Abbildung: drehsymmetrische Anordnung

Ein weiteres Beispiel für die Kombination von Dreiecken ist das “Symbol für gesamten erschaffenen Kosmos”. Dieses Symbol entsteht aus der Kombination von weiblich und männlich ausgerichteten Dreiecken. Die jeweilige Kombination geht durch Vervielfältigung auseinander hervor. Die Dreiecksformen folgen dabei bestimmten Proportion, die im indischen Tantra festgelegt sind.
Fünf nach unten gerichtete Dreiecke stehen für die fünf Sinnesorgane, die fünf Elemente und die fünf Organe der Handlungen. Vier nach oben gerichteten Dreiecke verkörpern das individuelle Bewusstsein.
Beide Anordnungen miteinander vereint und getragen durch den Anfangskeim, entfalten das kosmische Prinzip. Das kosmische Prinzip wird durch zwei gegensätzliche Kräfte entfaltet und entwickelt.

weibliches Prinzip

Abbildung: weibliches Prinzip

männliches Prinzip

Abbildung: männliches Prinzip
Das Unwandelbare, immer vorhandene und das Wandelbare, ständige vergehende gestalten ein Ganzes, den Kosmos.

der gestaltende Kosmos

Abbildung: der gestaltende Kosmos

Die grafische Darstellung zeigt, dass das Prinzip zwei unterschiedliche Entwicklungen braucht. Kombiniert man nur einen Aspekt, in dem man aus dem männlichen Aspekt durch reine Spiegelung den weiblichen Aspekt erzeugt, dann fehlt letztlich im Zentrum beider Darstellungen die Verkörperung der kosmischen Dreiheit.

kosmische Dreiheit

Abbildung: kosmische Dreiheit

Das Zentrum wird auch der kosmische Mutterschoß genannt. Aus ihm kann der männliche Aspekt entstehen und sich mit dem weiblichen Aspekt durch Integration beider entwickeln. Durch eine unterschiedliche Vielfalt beider Aspekte entsteht die Vielfalt Kosmos.

Kombination des Bewusstseins durch Spiegelung des Aspektes

Abbildung: Kombination des Bewusstseins durch Spiegelung des Aspektes

Kombination der fünf Elemente durch Spiegelung des Aspektes

Abbildung: Kombination der fünf Elemente durch Spiegelung des Aspektes

Wenn man die grafischen Symbole als Darstellung der kosmischen Entwicklung betrachtet, dann wird deutlich, warum gegensätzliche, unterschiedliche Aspekte für die kosmische Entwicklung wichtig und notwendig sind.

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Ein Dreieck wird durch drei Punkte definiert, die nicht auf einer Geraden liegen. Sie werden Ecken des Dreiecks genannt. Die Verbindungsstrecken zwischen je zwei Ecken heißen Seiten des Dreiecks. Das Dreieck unterteilt die Ebene in zwei Bereiche, das Äußere und das Innere des Dreiecks. Der von je zwei an einem Eckpunkt zusammentreffenden Seiten gebildete Winkel ist eine wichtige Größe zur Charakterisierung des Dreiecks.
Im Gegensatz zu Kreis und Quadrat gibt es beim Dreieck keine geometrische Idealisierung, die für alle Dreiecke zutrifft. Für alle gilt, dass es zu drei Eckpunkten immer einen und nur einen Kreis gibt, auf dem sie liegen.
Eine besondere Form des Dreiecks, das gleichseitige Dreieck ist schon bei der Konstruktion des Fischauges begegnet. Es wurde nur nicht angesprochen. Mit Hilfe der Fischblase lassen sich schnell zwei gleichseitige Dreiecke konstruieren. Sie liegen innerhalb der Fischblase, eins nach oben gerichtet, das männliche und eins nach unten gerichtet, das weibliche Prinzip. Auf diese Weise sind das männliche und weibliche Prinzip in der Saat des Lebens enthalten.

Dreieck im Fischauge

Abbildung: Dreiecke im Fischauge

Man bezeichnet üblicherweise die Eckpunkte mit A,B,C und benennt die Seiten mit kleinen Buchstaben, die dem Eckpunkt gegenüberliegen.

Bezeichnung im Dreieck

Abbildung: Bezeichnungen am Dreieck

Als weitere Besonderheit eines gleichseitigen Dreiecks gilt, dass der Kreis auf dem alle Eckpunkte liegen, der Umkreis eines Dreiecks, den gleichen Mittelpunkt hat, wie der Innkreis. Ein Innkreis liegt bis auf drei Berührungspunkte komplett im Dreieck liegt.

Inn- und Umkreis

Abbildung: Inn- und Umkreis beim gleichseitigen Dreieck

Mit dieser besonderen gleichmäßigen Anordnung kann man leicht visuell erfahren, warum das Dreieck auch mit dem “Auge Gottes” verbunden werden kann. Vergrößert man den Kreis, wird er zum Allumfassenden und verkleinert man den Kreis, kommen wird er zum Mikrokosmos. Man hat den Eindruck der Pupille eines Auges im Dreieck.

Auge Gottes

Abbildung: Auge Gottes

Eine weitere besondere Dreiecksform ist das gleichschenklige Dreieck. Bei ihm sind zwei von drei Seiten gleichlang.
Eine andere Einteilung der Dreiecke richtet sich nach den eingeschlossenen Winkeln im Dreieck. Die Summe der Winkel ist maximal immer 180°. Ist der eingeschlossene Winkel an der Spitze des Dreiecks kleiner als 60 Grad dann nennt man es ein spitzwinkliges Dreieck, ist er größer als 60° ist es ein stumpfwinkliges Dreieck.

spitzwinklige dreiecke

Abbildung: Spitzwinklige Dreiecke

Stumpfwinklige Dreiecke

Abbildung: Stumpfwinklige Dreiecke

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Dreieck, Kreis und Quadrat werden als ursprüngliche Formen betrachtet, weil sie visuell nicht weiter auf eine regelmäßig geschlossene Form reduziert werden können. Ein Dreieck ist in der Fläche die erste Form, die eine Raumbegrenzung darstellt.
Der Kreis kann vom Allumfassenden zu einem Punkt zusammenschrumpfen. Er stellt die Verbindung vom Mikrokosmos zum Kosmos her und kann als Form und Symbol für das sich ausdehnende oder zusammenziehende Universum betrachtet werden. Das kann das Dreieck nicht.
Mit dem Erscheinen oder Gestalten eines Dreiecks entsteht Fläche. Dreieck muss eine Form sein, die vor aller konkreten Schöpfung steht.
Mit drei Punkten, die nicht auf einer Geraden liegen, legt man immer eine Fläche, eine Ebene fest. Jede geradlinig begrenzte Fläche lässt sich in Dreiecke aufteilen, zerlegen.

 

Flaeche

Abbildung: Flächenteilung mit Dreieck

 

Ein Dreieck weist mit seiner Spitze immer in eine bestimmte Richtung. Man benutzt es deshalb in vielen Zusammenhängen als Richtungssymbol. Jeder Pfeil hat an seiner Spitze ein Dreieck. Erst das Dreieck macht den Pfeil zum Pfeil.

 

Dreieck

Abbildung: Dreieck als Richtungsgeber

Das Quadrat hatte auch Ecken. Die vier Ecken zeigten in die vier Himmelsrichtungen. Vom Quadrat wissen wir, das es transzendiert werden muss. Es bezeichnet die Welt des irdischen. Es ist die Form für Ordnung und Vollkommenheit. Anders ist es beim Dreieck.

 

Vier Richtungen

Abbildung: Vier Himmelsrichtungen

Dreieck ist das Symbol für die Ausbalancierung von Gegensätzen. Während sich die Gegensätze in ihrer Wirkung aufheben und neutralisieren, schafft der dritte Punkt eine neue Richtung. Man kann auch sagen, im Dreieck entwickelt sich die schöpferische Kraft, die aus der Polarität etwas Neues schafft. Sie wandelt um und schafft eine Anpassungsmöglichkeit.
Es ist die erste Fläche, die man auf die Ganzheit eines Kreises beziehen kann. Zu jedem Dreieck gibt einen Kreis, auf dem die drei Eckpunkte liegen.
Ein Dreieck steht für die Kräfte des Kreativen, der Phantasie, des Selbstausdrucks und der konkreten Handlung. Mit ihm ist der Weg für eine neue Materialisation frei. Es verwundert deswegen auch nicht, das die Dreiecksform dem Weiblichen und dem Männlichen zugeordnet wird.

 

Symbol des Weiblichen

Abbildung: Symbol des Weiblichen

Ein nach unten weisende, umgekehrte Dreieck wird oft mit dem weiblichen in Verbindung gebracht. Es hat die Form der weiblichen Scham. Es ist ein Symbol für die schöpferisch-gebärende Macht des Weiblichen. Es ist dem göttlich Weiblichen gewidmet.

 

Symbol des Männlichen
Abblidung: Symbol des Männlichen

Das Dreieck mit der Spitze nach oben wird zur Symbolkraft für das Männliche.

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