Mandala Tibeter

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© Mandalon Verlag 1996- 2006.

Das Mandala in der Mystik der Tibeter

Im Mittelpunkt des tibetischen Mandalas sitzt die Gottheit. Der Platz liegt innerhalb des Vierecks, dem Palast des inneren Seins. Er wird umgeben von einem oder mehreren Kreisen, von dem jeder eine besondere Bewusstseinsstufe symbolisiert.

Die einzelnen Kreise bedeuten:

  • Der Kreis der Friedhöfe:
    Er fordert den Menschen auf zurückzulassen, was unter einem höheren Bewusstsein nicht mehr notwendig ist, alte Hüllen abstreifen.
  • Kreise der Feuer:
    Im Feuer vollzieht sich die Veränderung des Bewusstheitszustandes, die große Verwandlung setzt ein. Die als negativ erkannten Teile können jetzt umgeformt, gewandelt werden.

Nach der Läuterung durch das Feuer kommt der Mensch an die mehrfachen Mauern des Palastes. Das Quadrat bedeutet die Ganzheit unter vier verschiedenen Aspekten.

Nach den Stufen AUFLÖSUNG, WANDLUNG, REINIGUNG steht jetzt GESTALTUNG im Vordergrund. Jetzt muss der Mensch wesentlich werden, denn es gibt vier Möglichkeiten, Eingänge in den Tempel Der Osten als Ort der aufgehenden Sonne ist der Ausgangspunkt.

Der Eintritt in den Tempel ist nur durch eines der Tore möglich. Die massive Gestaltung und Ausführung der Tore bedeutet:

Auf dieser Stelle sitzen die Wächter, die nur den hindurch lassen, der sich dieser Grenzsituation bewusst ist. Es ist der Sinn der furchterregenden Gottheiten, die am Mandala Wache stehen, den Wirrwar der geheimnisvollen Welt zurückzudrängen, aus der die Tücken des Unvorausgesehenen kommen. Sie sitzen an der Grenze des Bewusstseins, um in das andere Reich vorzudringen und sich dort festzusetzen. Das geschieht, indem sie die Formen der Kräfte annehmen, die sie besiegen sollen.

Jedes Tor kann nur in einem ganz bestimmten Bewusstseinszustand durchschritten werden, was auch durch die kosmischen Farben deutlich wird:

  • blau: Farbe der übersinnlichen Wahrnehmung
  • gelb: Farbe der Innenwelt
  • rot: Farbe der Erscheinungswelt (MAYA)
  • grün: Farbe des Schicksals (KARMA)

Das Ziel des Weges im Mandala ist räumlich gesehen die Mitte. Wir verstehen diese als den Mittelpunkt des Kosmos.

In der bereits auf Konzentration ausgerichteten Form des Mandalas stellt das Zentrum den absoluten Mittelpunkt der Welt und damit die letzte Einheit der Vielfalt der Erscheinungen dar. Der Mensch identifiziert sich mit der dortigen Figur und vereint sich mit der Weisheit der Gottheit.

Auf christliche Formulierung übertragen kommt sie dem Wort des Augustinus sehr nahe: "Meine Seele ist ruhelos, bis ruht in dir mein Gott." 

Praxis Dipl..Psychologe Hans Jörgen Wevers


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