Mandala-Ritual

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© Mandalon Verlag 1996- 2006.

Mandala-Ritual, als ein Weg ins Zentrum der Seele

Inneres oder äußeres Kreisen um die Mitte und spiralförmiges Wandern zum Zentrum findet sich in fast allen Kulturen der Menschheit einen Ausdruck mit unterschiedlichsten Möglichkeiten. Ein Beispiel ist die rituelle Gestaltung eines Mandala. Der Name Mandala kommt aus dem Sanskrit und bedeutet dort soviel wie Kreis.

Es besteht in seiner einfachen Form aus einer Reihe von konzentrischen Kreisen, Quadraten und Dreiecken. Die Formen, Größen und Anordnungen haben eine festgelegte Bedeutung. Die Bedeutung der Elemente ist in den einzelnen Kulturen sehr unterschiedlich. Der rituelle Gebrauch hat oft eine lange Tradition in dieser Kultur.

Ein Viereck in den östlichen Kulturen steht als Symbol für die Erde. In der Tiefenpsychologie bedeutet Viereck seelische Stärke und Stabilität. In der Frömmigkeit der Tibeter beispielsweise steht es zugleich für den Tempel, den Sitz der Gottheit.

Ein Kreis ist ein Symbol mit dem man das Bewusstsein zentrieren kann. Seelische Energie wird in einem Zentrum zusammengehalten. Der Kreis oft ein Symbol für den Kosmos und die Seele. Ein Dreieck dagegen ist ein Symbol für höhere Harmonie. Es vereinigt das Positive, das Negative und das Neutrale. Es steht oft für die Synthese der Gegensätze.

Ein Mandala dient im buddhistischen Bereich vor allem als Meditationshilfe. Der Betrachtende wie auch der Malende versenken sich in die Ordnung, die Struktur des Mandala, die ein Diagramm von Universum und Kosmos darstellt. Mit dem Mandala kann der einzelne Zuordnung erfahren. Alles bekommt durch seine Bezogenheit zum Mittelpunkt einen Sinn.

Ein Mandala in „einfacher" Form stellt ein Zusammenwirken von Kreis, Viereck und Dreieck in einer für den Malenden typischen Art und Weise dar. Die schöpferische Gestaltung des Ganzen ist mehr als die Summe der einzelnen Teile. Das Verständnis der einzelnen Teile hilft nur auf dem Hintergrund der organismischen Ganzheit. Ein Mandala ist ein Symbol des Entwicklungsweges.

Es will Gegensätze vereinen, Zusammenhänge herstellen. Es wirkt insofern wie ein innerer Antrieb zur Entwicklung. Die scheinbar statische Anordnung beinhaltet viel Dynamik. So kann das Einlassen auf ein Mandala je nach Zustand des Betrachtenden oder Malenden Ruhe und/oder Bewegung auslösen.

Der Tiefenpsychologe C. G. Jung stellte in seinen Untersuchungen zur psychischen Wirksamkeit des Mandala-Prinzips fest, dass ein Mandala Schutz geben, Sinn, Ziel und Richtung weisen, Hoffnung, Strukturiertheit und das Gefühl von Ganzheit vermitteln, aber auch ein Gefühl von Neugier und Faszination wecken kann

Er hatte bei seinen Patienten beobachtet, dass in bestimmten Lebenssituationen Mandalas spontan gemalt wurden.

Die Bedeutung eines Mandalas besteht in der Herstellung einer inneren Ordnung, vor allem unmittelbar nach chaotischen, konflikthaften und angstbesetzten Zuständen.

Praxis Dipl.Psychologe Hans Jörgen Wevers


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