Ordnung und Chaos

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© Mandalon Verlag 1996- 2006.

Ordnung und Chaos

Ordnungen spielen in unserem Leben eine große Rolle. Verstehen wir eine Ordnung nicht, so löst das Unverständnis bei vielen Menschen Angst und Unruhe aus. Wir können uns nicht mehr orientieren, es fehlt uns die Möglichkeit, uns den Verhältnissen anzupassen fort.

Dies bedroht uns Menschen elementar. Ein Mensch ist darauf angewiesen, sich konform zu verhalten. Er orientiert sich an einer vorgegebenen Ordnung. Er passt sich an.

Nur durch konformes Verhalten konnten Menschen bisher stabile Gruppen aufbauen, eine Gesellschaft bilden. Mann kann deshalb vermuten, dass der Mensch eine Disposition zu konformen Verhalten hat, die sein Überleben sicherte.

Um sich konform verhalten zu können, braucht ein Mensch eine Ordnung, Struktur.

Das Schlimmste was einem begegnet ist für viele Menschen deshalb Chaos. Es bedeutet das Auflösen der sichtbaren Strukturen. Alles scheint durcheinander, bezugslos zu einander zu sein.

Wir fühlen uns nicht gut, wenn wir sagen, "wir sind durcheinander". Erst wenn wir wieder einen Überblick, Durchblick haben, geht es uns meistens besser. Wir versuchen Ordnungen, Strukturen, Beziehungen zu verstehen, um uns orientieren zu können.

Manchmal hat man den Eindruck, dass für viele Menschen - wenn wir den Medien, der Werbung glauben - in unserem Lande kaum etwas schöner und befriedigender ist, als ein ordentliches, aufgeräumtes Zuhause.

In vielen Familien entstehen Spannungen dadurch, dass die Eltern mit der Ordnung der Kinder nicht übereinstimmen. Was für die einen Ordnung bedeutet ist für die anderen ein Chaos. So müssen Kinder immer wieder aufräumen und versuchen, sich an die Ordnung der Eltern anzugleichen. Viele Menschen werden verlegen, wenn man in eine "unaufgeräumte" Wohnung kommt. Man entschuldigt sich für das Chaos.

Struktur, Ordnung heißt nichts anderes, als dass wir versuchen, erkennbare Bezüge zu schaffen. Und meistens schaffen wir es auch, eine Ordnung zu finden oder zu bilden. Es scheint alles aufzugehen, es scheint erst einmal, das wir alle unsere Interessen in dieser Ordnung unterbringen können.

Und dann kommt aber wieder alles in Bewegung, weil sich ein Rest nicht unterbringen lässt, weil die Rechnung doch nicht so glatt aufgeht wie es erst schien. Im Alltag in der Wohnung sind das die berühmten Schubladen oder Kisten, in denen das verschwindet, für das man keinen Platz hat, von dem man sich aber auch nicht trennen will oder trennen kann. Das die Ordnung nicht aufgeht, bringt uns letztlich wieder in Bewegung und lässt uns nach einer neuen, besseren Ordnung suchen.

 


Der Wunsch, die Sehnsucht nach einer bleibenden Ordnung ist tief im Menschen verwurzelt, die Religionen versuchen eine Antwort zugeben, sie versuchen das zu beantworten, was wir nicht einordnen können.

Praxis Dipl. Psycholge Hans Jörgen Wevers


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