Mandala malen

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© Mandalon Verlag 1996- 2006.

Mandala als malende Tätigkeit

Mit einem Mandala sich beschäftigen heißt, mit dem Mandala eine eigene innere Ordnung zu entwerfen, an der sich die Seele orientieren kann. Mandalas drücken nicht nur Ordnung aus, sondern sie bewirken auch eine.

Mandala-Malen oder Mandala-Betrachten heißt, in sich hinein horchen, die innere Stimme finden und nicht stehen bleiben, sondern sich auf den Weg machen. In diesem Sinne ist das Herstellen eines Mandala ein heilender Prozess. Genauso verstanden ihn vor allem die Indianer. Das Mandala wirkt wie ein innerer Antrieb zur Entwicklung des menschlichen Bewusstseins auf höhere Werte zu. Eine Beschäftigung damit kann helfen, Widerstände und Hindernisse auf dem Weg dorthin wegzuräumen und allmählich bisherige Grenzen zu überschreiten.

Der Grundgedanke des Mandala-Malens liegt also nicht nur in der äußeren Gestaltung, sondern in der Zentrierung der eigenen psychischen Kräfte, aus der die schöpferischen Energien fließen können. Es hängt vom Malenden ab, welches Symbol er in den Mittelpunkt seiner Versenkung stellen will. Von dieser Wahl hängt alles andere ab, auf diesen Mittelpunkt wird alles bezogen.

Der Mandala-Malende kann sich symbolisch in den Mittelpunkt des Mandala stellen und eröffnet selbst den Weg, der zu seinem Zentrum führt.

Das aktive Gestalten bewirkt, dass man von den Bildern des Unbewussten nicht überschwemmt wird, sondern alles in einer verträglichen Form erscheint.

Das Mandala als Symbol des Lebenszyklus und des Universums kann uns helfen, mit bisher unerkannten und unerprobten Lebensenergien in Verbindung zu kommen. Es gibt uns einen Leitfaden, wie wir damit in unserem täglichen Leben umgehen können. Voraussetzung dabei ist, dass wir uns auf die Botschaften einlassen und das geschehen lassen können, was aus unserem Inneren aufsteigen will.

Einlassen auf den Prozess  bedeutet auch, Widersprüchliches wahrzunehmen und zu erleben. Es zeigen sich gegensätzliche Tendenzen, ohne sich durch „Entweder-Oder" auszuschließen. In der Gestalt eines „Sowohl-als-Auch" ergänzen sie sich im Mandala. Es führt dazu, Spannungen mehr zu spüren und sie als Entwicklungsenergie zu nutzen und nicht in statischer Verspannung zu verharren.

Wichtig ist, dass man für das Malen bereit und gestimmt ist. Deshalb nehmen sie sich bitte ausreichend Zeit, wenn sie sich auf einen inneren Weg machen. Bevor sie anfangen, besorgen sie sich ausreichend Papier, Malstifte bzw. Wasserfarben.

Für den konstruktiven Teil erlauben sie sich ruhig Hilfsmittel wie Zirkel und Lineal. Achten sie darauf, dass sie einen Arbeitsplatz haben, an dem sie sich wohl fühlen. Während des Malens sollte sie keiner stören. Wenn sie in einer Gruppe malen, vereinbaren sie, dass in dem Raum, in dem gemalt wird, niemand spricht, bis alle fertig sind.

Sie können vor dem eigentlichen Malen ein Thema wählen oder ganz offen arbeiten. Es ist anzuraten, erst einmal mit „einfachen" Mandalas zu beginnen. Beschränken sie sich zunächst auf Kreis, Viereck und Dreieck. Das Mandala sollte zu Beginn einen Durchmesser von ca. 15 cm nicht überschreiten.


Bei der Konstruktion des Diagramms ist nicht immer abzusehen, wie viel Zeit das anschließende Kolorieren noch in Anspruch nimmt.

Die ganz Neugierigen können es auch sofort online mit dem Mandaner versuchen. Ihr Ergebnis lässt sich ausdrucken.

Praxis Dipl.Psychologen Hans Jörgen Wevers


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