Kosmos Chaos

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© Mandalon Verlag 1996- 2006.

Kosmos und Chaos

Ordnungen lösen sich auf, Ordnungen bilden sich, Ordnungen verändern sich. In der Schöpfungsgeschichte wird das beschrieben:

  • lm Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. Die Erde war wüst und leer, Finsternis lag über der Urflut, und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.
  • Dann sprach Gott: "Es entstehe ein festes Gewölbe in mitten der Wasser, und es bilde sich eine Scheidewand zwischen den Wassern!" 
  • Gott bildete das feste Gewölbe und schied zwischen den Wassern oberhalb und unterhalb des Gewölbes, und es geschah so. Gott nannte das feste Gewölbe Himmel. 
  • (Genesis, 1 .Buch Moses 1 .Kapitel Vers 1,2,6,7)


"von selber" oder nach immanenten Abläufen entstehen innere und äußere Ordnungen. Auf diese Weise hat sich die Welt, der Kosmos gebildet, die Natur entwickelt und eine Ordnung geschaffen, in der alles einen bestimmten Platz und eine bestimmte Funktion hat.

Manchmal entstehen Ordnungen gegen den Widerstand anderer Menschen gegen den Widerstand der Natur. Es beginnen Veränderungsprozesse mit denen sich letztlich wieder eine neue Ordnung bildet.


Organisches, Lebendiges kann nur existieren, wenn es die bestehende Ordnung permanent auflöst, verändert. Aus einer Raupe wird ein Schmetterling. Ordnungen, die für uns Menschen "beständiger", länger überdauernd erscheinen, liegen im Bereich des Anorganischen wie Kristalle.

  • wohin wir sehen
  • was wir auch wahrnehme
  • womit wir uns beschäftigen,

überall begegnen uns Ordnungen, Strukturen, die sich bilden und wieder auflösen.

Es scheint ein übergreifendes Prinzip zu sein, dass sich Ordnungen bilden, verändern und wieder auflösen.
Wenn wir Menschen uns als einen Teil des Gesamten, der Natur, des Kosmos, der Schöpfung verstehen und davon ausgehen, dass im Großen wie im Kleinen die gleichen Formgesetze gelten, dann erleben wir dieses "Sich Bilden" und "Sich Auflösen", das "Sich Ändern" und "Verändern" auch in uns und mit uns.

Wenn wir diesen Gedanken und die damit verbundenen Gefühle an uns heran lassen, werden wir uns an Momente, Stunden, Tage erinnern, an denen sich unsere persönliche Ordnungen besonders krass auflösten, veränderten z.B. durch Tod, Unfall, Krankheit, Geburt, Verlieben.


Das Auflösen, besonders plötzliches Auflösen von Strukturen, Ordnungen, Beziehungen löst bei vielen Menschen immer Angst aus.

Man weiß nicht, was sich neu bilden wird. Um leben zu können, brauchen wir eine neue Ordnung, brauchen wir Beziehungen. Wir können nur ein bestimmtes Maß an Auflösung vertragen, tragen.

Übersteigt es die Verträglichkeit, fühlen wir uns so bedroht, so dass wir uns eine neue Ordnung schaffen, bewusst oder unbewusst, im Alltag oder im Traum. Diese neue Ordnung gibt uns in diesem Moment einen Bezug, einen inneren Halt.

Praxis Dipl.Psycholge Hans Jörgen Wevers


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