Funktion Mandala

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© Mandalon Verlag 1996- 2006.

Kompensierende Funktion des Mandala

Kraft ihrer mathematischen Strukturiertheit dienen Mandalas der Psyche als Ordnungsfaktoren während geistiger Desorientierung. Wer Mandalas anwendet, dem geht es meistens nicht darum, sobald wie möglich in die Mitte des Universums zurückzukehren. Vielmehr versucht derjenige die Bewegungen der Psyche auf eine Konzentration zu lenken. Das öffnet die Möglichkeit, zu einer Einheit eines nicht zerstreuten Bewusstseins zu erlangen.

Mandala als dynamischer Prozess bewirkt eine innere Ordnung, eine Neuordnung von Persönlichkeit. Es funktioniert nach der Regel: Alle Wirkungen sind gegenseitig und nichts wandelt ein anderes, ohne selber gewandelt zu werden. Durch ein aktives Gestalten kann durch den Gestaltungsprozess, dem Malen eines Mandala, vermieden werden, von unbewussten Inhalten überwältigt zu werden.

Mandalas bannen und beschwören als Zauberkreis die gesetzlosen, unkontrollierten Mächte. Sie bilden eine Ordnung ab oder erzeugen eine solche. Das Mandala wandelt ein Chaos in einen Kosmos.

Die zur Ganzheit nötige Gegensatzvereinigung gelingt auf diese Weise. Eine Gestaltung unbewusster Bilder ist eine Art Angleichungsprozess des Unbewussten ans Bewusstsein. Das geschieht auf eine Art und Weise, bei der das Bewusstsein nicht entwurzelt und das Unbewusste nicht vergewaltigt wird.

Jedes innere Bild mag zwar einem anderen gegenüber stehen, doch sobald sie im Kreis des Mandala in Beziehung treten, schließen sie sich gegenseitig nicht mehr aus, sondern tragen ein jeder seinen unentbehrlichen Teil zur Vollständigkeit des Kreises bei.

Indem wir dem Unbewussten eine Gestalt geben wird, erhalten sie einen höheren Grad an Realität. In jeder Desorganisation unserer Psyche steckt deshalb immer die Möglichkeit der Neuorganisation. Doch auf das Neue müssen wir uns einlassen. Damit sich etwas wirklich umorganisieren kann, müssen wir dem Neuen eine Chance bieten.

Nicht realisierte, unbewusste Inhalte können ausgesprochen negative Tätigkeiten entwickeln. Man erlebt sie oft in gewöhnlichen Launen.

Bei einer Schwächung des Bewusstseins und damit es ICH‘s besteht die Gefahr zwischen bewussten und unbewussten Impulsen nicht mehr differenzieren zu können. Deshalb ist es wichtig, die Funktionen des ICHS immer zu stärken. Es nie darum das ICH aufzulösen, sondern letztlich festsitzende Energien zu wandeln.

 

Wenn sie die Bilder anschauen, spüren sie, dass sich Unbewusstes darin ausdrückt.

  • Die objektive Form wirkt auf sie zurück und sie wirkt wie ein Zauber.

Der suggestive Einfluss eines Bildes wirkt immer auf das psychologische System des Betrachtenden ein und setzt dort das Gleiche in Gang, was er oder der Gestalter in das Bild hineingelegt hat.

Praxis Dipl.Psychologe Hans Jörgen Wevers


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