C.G.Jung Mandala

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© Mandalon Verlag 1996- 2006.

Mandala als Selbstheilungskraft wie sie C.G.Jung sieht.

Das spontane Erscheinen eines Mandalas, wie es Jung bei vielen Klienten beobachtete hatte, setzt nach C.G.Jung einen bestimmten Bewusstheitszustand voraus. Die kritische Aufmerksamkeit (der Wächter der menschlichen Bewusstseins) wird dabei soweit herabgesetzt, dass die Produkte des Unbewussten "heraufsteigen" können. Sie nehmen dann eine Form an, die für das Bewusstsein wahrnehmbar ist.

Ein solcher Zustand besteht im Traum, innerhalb von aktiver Imagination, wie auch bei allen meditativen Praktiken.

In all diesen Zuständen kann das Mandala als spontaner Ausdruck unbewusster Impulse auftreten. Hierbei fand C.G Jung heraus, dass es typische Situationen gibt, in denen das Mandala als Manifestation unbewusster Inhalte auftritt:

  • bei Störungen des seelische Gleichgewichts
  • Momente geistiger Desorientierung
  • Situationen, in denen dem Bewusstsein Überflutung durch das Unbewusste droht.
  • chaotische Desorientierung
  • konflikthafte, mit Angst gepaarte Zustände
  • chaotische psychische Zustände

Er stellte fest, dass Menschen bei bestimmten Geisteszuständen spontan ein Mandala malten. Es waren Zustände von

  • von geistiger und seelischer Verwirrung
  • von gestörtem inneren Gleichgewicht
  • Augenblicken größten Schmerz
  • Augenblicken tiefster Verzweiflung
  • Augenblicken von Aufgelöstheit
  • Augenblicken von Desorientiertheit

Das Mandala scheint nach C.G.Jung  hauptsächlich vier Funktionen zu erfüllen.

  • in von Angst gekennzeichneten Situationen Schutz und Beruhigung zu vermitteln
  • bei Desorientiertheit auf Sinn und Ziel und eine Richtung hinweisen
  • in chaotischen Verfassungen das Gefühl der Ordnung und sinnvollen Strukturiertheit und Ganzheit hervorrufen
  • ein generelles Gefühl von Faszination und Neugierde entstehen lassen

Man kann also sagen, ein Mandala drückt nicht nur eine Ordnung aus, es bewirkt auch eine Ordnung. Es ist ein Psychokosmogramm, das Schema der Auflösung des Einen in Vieles und der Reintegration des Vielen in das Eine.

Praxis Diplom.Psychologe Hans Jörgen Wevers


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