Mandala eine kunstgemachte, ornamentale Form
Sep 27th, 2006 von HJW
Mandalaartige Strukturen werden von der Natur genutzt, treten visuell dennoch nicht so oft in Erscheinung. Auffallend ist, dass besonders Pflanzen wie die Blumen, diese Struktur ausgebildet haben. Es scheint etwas Anziehendes, Anlockendes, Aufmerksamkeit erregendes zu sein, mit dem die Pflanzen mit der Tierwelt visuell kommunizieren. Im Bereich der Lebewesen ist es der Mensch das einzige Wesen, dass mandalaartige Strukturen für sich nutzt und bewusst einsetzt.
Je mehr die Menschen eine Kultur entwickelten, um so mehr tauchten kunstgemachte ornamentale Strukturen auf. Beginnend mit den Höhlenmalereien hin zu den Hochkulturen in Ägypten, China, Süd- und Nordamerika.
Die verwendeten Ornamente sind einmal Verziehrungen in Wohn- und Gebrauchsgegenstände der dort ansässigen Menschen und zum anderen Symbole, Zeichen für bestimmte Anlässe und Zwecke, Rituale und Riten.
Bei den kunstgemachten ornamentalen Strukturen ist nicht nur das Material oder der natürliche Wachstumsprozess in der Ausgestaltung im Spiel, sondern hier greift der menschliche Geist und Verstand in das Gestalten ein.
Ornamente dienen meistens zur Ausschmückung und Zierde. Sie haben zunächst keine Bedeutung für die Funktion dessen, was sie schmücken. Es ist zunächst eine künstlerische Bedeutung die eine visuelle Botschaft mit sich trägt.
Für die Verziehrungen und Muster verwendeten die Menschen auch immer geometrische Motive. Die Muster und Ornamente sind gekennzeichnet, dass die Motive sich wiederholen. Am einfachsten eigneten sich dazu wieder die Grundformen Kreis, Viereck und Dreieck und deren kreative Kombination.
Unterscheiden kann man die Ornamente einmal nach der Kultur, in der sie vorkommen oder nach geometrischen Gesichtspunkten. Der Gebrauch der geometrischen Formen zeigt gleichzeitig an, in wie weit die Menschen sich mit geometrischen Theorien und Inhalten beschäftigten. Es zeigt sich, dass Menschen aller Kulturen die geometrischen Grundformen benutzen. Geometrisch exakte Ornamente kommen überall vor. Um sie zu erstellen, benötigt man eine gewisse geometrische Fertigkeit und ein Wissen, wie man konstruktiv mit den geometrischen Formen vorgehen kann.
Im groben kann man Ornamente einteilen:
- in Bandmotive, dann bilden die Wiederholungen ein Band. Sie bringen ein Einfassen und Verknüpfen zum Ausdruck. Ein Band hat kein oben und unten und sind in der Längsrichtung nicht begrenzt

Abbildung 4.1: Bandmuster

Abbildung 4.2: Bandmuster
- in Flächemuster, dann breitet sich das Ornament entweder auf einer Fläche aus, wie z.B das Muster eines Stoffes, einer Tapete oder das Ornament schmückt eine begrenzte Fläche und ist darauf eingepasst.

Abbildung 4.3: Flächenmuster für begrenzte Flächen

Abbildung 4.3: Flächenmuster für unbegrenzte Flächen
In allen Ornamentarten treten mandalaartige Formen auf. Während beim Bandmotiv oder beim unbegrenzten Ornament eine mandalaartige Struktur sich ergibt oder auch nicht, tritt bei einem begrenzten Flachornament ein Mandala häufiger auf. Das hat damit zu tun, dass sich begrenzte Flächen am besten mit regelmäßigen und symmetrischen Figuren füllen lassen.

Das Mandala oder ein mandalaartiges Ornament ist eine Folge der geometrischen Zusammenhänge und tritt deshalb überall dort auf, wo Flachornamente benutzt und genutzt werden. Ein Mandala ist als geometrische Form nichts besonderes und kommt in allen Zusammenhängen vor, die geometrisch von Menschen dargestellt werden.
Für ein Mandala gilt wie für jedes grafische Gebilde, das es seine besondere Eigenschaft erst durch den Zusammenhang bekommt, indem es benutzt wird.
Erst ein Ritual, eine nach festen Regeln durchgeführte, eher feierliche Handlung mit hohem Symbolgehalt macht aus einer geometrischen Mandalaform, ein energetisches Mandala Symbol.
Ohne die Kenntnisse und die Durchführung eines Ritual wird durch ein Ausmalen eines geometrischen Musters daraus kein Mandala. Ausmalen eines Ornamentes alleine ist kein Ritual, sondern eine kreative Tätigkeit, nicht mehr und nicht weniger.
Die Mandala-Malblöcke, die man immer noch überall als etwas besonderes kaufen kann, sind Ausmalvorlagen für Ornamente. Es macht bestimmt vielen Menschen Spaß, die Ornamente zu füllen, Muster zu entwerfen. Die Welt ist voller Muster. Nur hat das Färben von Mustern erst einmal nichts mit einem rituellen Gebrauch eines Mandala zu tun.
Die Wirkung beim Ausmalen der Muster ist bestimmt durch die symmetrischen Anordnungen, die jedes Ornament auszeichnet, ob es nun ein mandalaartiges Ornament ist oder nicht. Malen an sich hat immer eine Wirkung auf den der malt und Bilder haben immer eine Wirkung auf den, der sie betrachtet.
Oft ist es auch so, das etwas in eine bestimme Richtung wirkt, weil man vorher die Information bekommen hat, dass es so wirken wird. In der Psychologie nennt man dies “eine sich selbst erfüllende Prophezeiung”.
Es ist dann nicht das Bild oder die malende Tätigkeit, sondern die Intention und die Absicht, die eine bestimmte Wirkung beim Malenden hervor ruft.

Sind echt coole Ornamente dabei aber wie kann man sie denn ins Word einfügen denn ich möchte eine Einladung damit verzieren. Brauche dringand !!!!!!!!
Leider geht das mit diesen Ornamenten so nicht. Du kannst aber über Google Bilder oder in Bildergalerien ähnliche Ornamente finden.
http://images.google.com/images?q=ornamente&ie=UTF-8&oe=utf-8