Variationen mit Dreieck
Sep 10th, 2006 von HJW
Sie haben einige geometrischen Grundeigenschaften eines Dreiecks kennen gelernt und einiges über den Gebrauch und die symbolische Bedeutungsmöglichkeit eines Dreiecks erfahren. Was jetzt bleibt, ist die geometrische Form zu neuen Kombinationen nutzen.

Abbildung: Dreieck mit drei gleichen Kreise um die Eckpunkte
Sie haben einige geometrischen Grundeigenschaften eines Dreiecks kennen gelernt und einiges über den Gebrauch und die symbolische Bedeutungsmöglichkeit eines Dreiecks erfahren. Was jetzt bleibt, ist die geometrische Form zu neuen Kombinationen nutzen.

Abbildung: Dreieck mit Kreisen um den Dreieckseitenmittelpunkt

Abbildung: Dreieck mit drei Kreisen um die Eckpunkte

Abbildung: Alle drei Kreisvariationen übereinander gelegt
Das Besondere an diesen Formationen und Mustern ist, das sie aus den besonderen Eigenschaften des gleichseitigen Dreiecks hervorgehen und somit auch intensive energetische und symbolische Beziehung eingehen. Es entstehen durch die Kombination immer harmonische Elemente. Alle Kombinationen mit gleichen Kreisen liegen auch wieder in einem gleichseitigen Dreieck.

Abbildung: umfassendes Dreieck

Abbildung: innere und äußere Harmonie
Alle anderen nicht symmetrische Dreiecksformen ergeben sich innerhalb der Symmetrie eines Mandalas. Viele Dreiecke sind als Dreiecke nicht geplant, sondern ergeben sich aus der geometrischen Konstruktion heraus.
Die Kombination zweier gleichseitiger Dreiecke führt zu einem Symbol, das in unterschiedlichen Kulturen verwendet wird. Es ist das Hexagramm.

Abbildung: Hexagramm
Als Symbol taucht das Hexagramm schon früh bei den Ägyptern und im Yantra in Indien auf. Es wird später zu einem Zeichen für und von den Juden, dem so genannten Judenstern. Er wird verwendet bei den Alchimisten und in vielen okultischen Zusammenhängen
Eine, in diesen Zusammenhang bekannte Form des Hexagramms ist das “Siegel Salomos”, das in der Zauberei als magisches Symbol hoch geschätzt ist Es findet sich in zahlreichen jüdischen, christlichen und auch arabischen magischen Texten als ein gegen böse Geister wirkendes Symbol.

Abbildung : Siegel Salomos
Man kann schnell merken, wie Grundsymbole in unterschiedlichen Kulturzusammenhängen benutzt werden. Welche Wirkungen man damit hervorrufen kann, hängt oft nur von dem Zusammenhang ab, in dem ein Symbol benutzt und eingesetzt wird.
Damit wird deutlich, das es manchmal grafische Formen gibt, die nur ein Zeichen für etwas ganz Bestimmtes sind. Innerhalb von rituellen Zusammenhängen kann aus dem Zeichen ein Symbol werden, das bestimmte Energien transportiert.
Es ist deshalb immer wichtig, genau den Zusammenhang zu erkennen und zu beachten, in dem etwas, ein Symbol z.B. vorkommt oder benutzt wird.

Abbildung: Judenstern
Durch Wiederholungen der Dreiecksform entstehen Muster. Manchmal sind die Wiederholungen nur Verschiebungen. Beim Mandala findet man häufig Spiegelungen.

Abbildung: Kombination gleichseitiger Dreiecke
Spiegelungen und Drehungen führen zu optisch interessanten Ergebnissen.

Abbildung: Vom Dreieck zum Quadrat
Die Kombination zweier gleichschenkliger Dreiecke mit einem rechten Winkel ergeben ein Quadrat. Einfach Spiegelungen des Quadrates führt zu einem ansprechenden Muster

Abbildung: gespiegelte Anordnung

Abbildung: drehsymmetrische Anordnung
Ein weiteres Beispiel für die Kombination von Dreiecken ist das “Symbol für gesamten erschaffenen Kosmos”. Dieses Symbol entsteht aus der Kombination von weiblich und männlich ausgerichteten Dreiecken. Die jeweilige Kombination geht durch Vervielfältigung auseinander hervor. Die Dreiecksformen folgen dabei bestimmten Proportion, die im indischen Tantra festgelegt sind.
Fünf nach unten gerichtete Dreiecke stehen für die fünf Sinnesorgane, die fünf Elemente und die fünf Organe der Handlungen. Vier nach oben gerichteten Dreiecke verkörpern das individuelle Bewusstsein.
Beide Anordnungen miteinander vereint und getragen durch den Anfangskeim, entfalten das kosmische Prinzip. Das kosmische Prinzip wird durch zwei gegensätzliche Kräfte entfaltet und entwickelt.

Abbildung: weibliches Prinzip

Abbildung: männliches Prinzip
Das Unwandelbare, immer vorhandene und das Wandelbare, ständige vergehende gestalten ein Ganzes, den Kosmos.

Abbildung: der gestaltende Kosmos
Die grafische Darstellung zeigt, dass das Prinzip zwei unterschiedliche Entwicklungen braucht. Kombiniert man nur einen Aspekt, in dem man aus dem männlichen Aspekt durch reine Spiegelung den weiblichen Aspekt erzeugt, dann fehlt letztlich im Zentrum beider Darstellungen die Verkörperung der kosmischen Dreiheit.

Abbildung: kosmische Dreiheit
Das Zentrum wird auch der kosmische Mutterschoß genannt. Aus ihm kann der männliche Aspekt entstehen und sich mit dem weiblichen Aspekt durch Integration beider entwickeln. Durch eine unterschiedliche Vielfalt beider Aspekte entsteht die Vielfalt Kosmos.

Abbildung: Kombination des Bewusstseins durch Spiegelung des Aspektes

Abbildung: Kombination der fünf Elemente durch Spiegelung des Aspektes
Wenn man die grafischen Symbole als Darstellung der kosmischen Entwicklung betrachtet, dann wird deutlich, warum gegensätzliche, unterschiedliche Aspekte für die kosmische Entwicklung wichtig und notwendig sind.
