Variation unterschiedlicher Kreiszentren, ideale Ordnungen
Aug 29th, 2006 von HJW
Kreise auf einem Blatt können ein Zentrum oder unterschiedliche Zentren haben. Bei einem Zentrum umfassen sie einander. Im anderen Fall berühren sie oder überschneiden sie sich. Die Variationsmöglichkeiten sind unbegrenzt.
Es gibt einige Kreisanordnungen, die von den Menschen bisher besonders beachtet und benutzt wurden und werden. Schon bei den Ägyptern hatte die Schnittfläche zweier Kreise, bekannt als Vescia Piscis, eine besondere Bedeutung. In Darstellungen in ihren Tempelanlagen spielen sie in der “Blume des Lebens” eine Rolle.
Die Schnittmenge für die Vescia Piscis entsteht nicht durch zwei beliebige Kreise. In dieser Anordnung schneiden sich zwei identische Kreise so, dass ihre Mittelpunkte jeweils auf der Kreisbahn des anderen liegen. Als Schnittmenge entsteht ein Gebilde, das als “Fischblase” bekannt ist. Optisch haben Augen und Mund des Menschen diese Form.
Es ist in der Darstellung die wichtigste Schnittstelle von Innen nach Außen.
Abbildung Fischblase
Bei einer Anzahl von sieben bilden gleiche Kreise zwei besondere geometrische Anordnungen.
Ordnet man sieben gleiche Kreise so an, das sie sich nur berühren dürfen und jeder Kreis zwei Berührungspartner hat, dann bilden sich drei Gruppen von drei Kreisen. Betrachtet man die Gesamtheit der Kreise, dann sieht man, das sechs Kreise den Kreis berühren, der die Mitte bildet.
Abbildung 2.13: Sieben Kreise
Diese Darstellung mit sieben identischen Kreisen ist ein Sinnbild für die sieben Tage, für eine Woche. Wie in der christlichen Tradition hat ein Kreis, ein Tag eine besondere Rolle. Erst ist der, um den sich alles dreht.
Wenn man eine solche Figur sieht, kann man sicher sein, das die beteiligten Kreise gleich sind. Es zeigt sich geometrisch, das die Anzahl sieben einen besonderen Stellenwert hat. Vieles innerhalb der menschlichen Entwicklung kann man mit siebener Einheiten beschreiben.
Abbildung: Mandala der Sieben
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Saat des Lebens |
Lässt man die Kreise sich nicht berühren, sondern Schnittflächen miteinander bilden, so entsteht mit wiederum sieben gleichen Kreisen die “Saat des Lebens”. Es gruppieren sich sechs identische Kreise um einen siebten. Der Kreis in der Mitte hat mit allen anderen Kreisen eine Schnittfläche. Die anderen überschneiden sich mit sechs Kreisen und berühren den siebten Kreis

Abbildung: Saat des Lebens
Eine weitere, nicht so bedeutende Anordnung ist die Symmetrie der zehn Kreise.
In einen Umkreis passen genau vier gleich große Kreise, so das sie den Umkreis und sich einander nur berühren. Den Platz im Mittelpunkt kann man wieder mit einem Kreis füllen, der auch noch vier mal am Rand platziert werden kann.

Abbildung : Ordnung 10
Das waren nur einige wenige Beispiele für Anordnungen mit Kreisen. Experimentieren sie weiter und lernen sie die visuellen Wirkungen kennen. Achten sie darauf, das ihre Experimente immer etwas mit Symmetrie zu tun haben. Dazu weitere Bilder:

Abbildung: Kreis der 13
Das zu ein paar weitere Bilder.

Abbildung : Kreis der 9
Abbildung Mandala 2×3
Abbildung: Mandala der 13

