Mandala malen – ausmalen
Aug 24th, 2006 von HJW
“Mandala malen” lässt sie pendeln zwischen dem rationalen Wissen der linken Gehirnhälfte, die ihnen die Struktur vermittelt und dem Intuitiven der rechten Gehirnhälfte, der gestalterischen Kreativität. Beides wird für ein Mandala benötigt. Es liegt erst einmal bei ihnen, beim Malenden, mit welchem Anteil er bewusst beginnt.
So kann sich beim intuitiven, spontanen Malen ein Mandala ergeben, ohne dass sie vorher daran gedacht haben oder darüber nachgedacht haben.
Wenn sie sich einmal intensiv mit dem, was Mandala bedeutet, beschäftigt haben, werden sie merken, das sie sehr schnell bei dem sind, was man mit einem Mandala bezeichnen kann.

Das hat mittlerweile dazu geführt, das alle Mal-Vorlagen, die von einem Kreis, Quadrat oder anderem symmetrischen Gebilde begrenzt oder optisch beherrscht werden als Mandala angepriesen und vermarktet werden.
Sicher sind die “Mandala“-Vorlagen ganz nützlich, wenn sie sich in der Wirkung und Auswirkung von Farben einüben wollen. Es macht auch vielen einfach Spaß, die Felder einfach nur auszumalen.
Eigentlich sind die meisten Mandala Vorlagen aber nichts anderes, als alle andere Ausmal-Bücher und auch als solche nur zu sehen und zu nutzen.
Anziehend sind für jeden Menschen die geometrischen Muster und Anordnungen wie sie überall in der Natur vorkommen und sich aus dem Zusammenspiel der Energien, Farben und Formen ergeben. Intuitiv verbinden wir die sich in Muster zeigenden Harmonie und Ordnung auch mit einer heilen Welt.
In einer einer heilen Welt hat alles seinen Platz, dort stimmt die Ordnung. Lebendige Organismen bauen Muster und Ordnungen auf. Doch gleichzeitig werden Muster und Ordnung wieder zerstört. Wenn wir die Ordnungen in uns schon nicht stabil halten können, dann zieht uns alles an, was eine stabile Ordnung verspricht. Ein Mandala macht das. Deshalb sind auch die Malvorlagen für ein Mandala so beliebt.
Auf die Dauer sollten sie sich von den allgemeinen Vorlagen trennen und sich trauen, eine eigene Mandala-Struktur, eine eigene Ordnung zu entwerfen und diese mit ihrer persönlichen Kreativität zu füllen.
Mit dieser Methode wird das Mandala ein Ausdruck von ihnen selbst, wie jedes andere Bild, das sie malen. Im Mandala wird relativ einfach und deutlich, welche Ordnung und Anordnung sie im Moment des Malens gewählt haben.
Die Ordnung des Mandala ist mehr als die geometrische Struktur. Zur Ordnung kommen noch die verwendeten Farben. Es heißt ja ” Man sollte Farbe bekennen”, d.h. man soll mitteilen, worum es geht, auf inhaltlicher und emotionaler Ebene.
Ein Mandala ausmalen heißt also auch, dass sie Farbe bekennen. Sie merken sehr schnell, wie die Wirkung des Mandala von der Wahl der Farben.

Dies können sie sehr schnell sehen, wenn sie eine Vorlage mehrfach verwenden und unterschiedlich ausmalen.

Versuchen sie nicht so sehr eine Interpretation für ihr Mandala zu finden, sondern achten sie mehr auf die Wirkung der Formen und Farben.

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