Das Malen eines Mandala unterscheidet sich grundsätzlich vom sonstigen freien Malen eines Bildes. Mandala heißt, sich mit dem Zentrum zu beschäftigen.
Ein Mandala zeichnet sich dadurch aus, das es ein Zentrum hat. Die Symmetrie bewirkt, das das Mandala sowohl farblich wie auch energetisch eine bewusste oder unbewusste Balance zwischen den einzelnen Elementen herstellt. Entscheidend dafür ist die Ordnung und die Struktur, die das Mandala auszeichnet.
Wenn man also mit einem Mandala beginnt, muss man sich vorher entscheiden, ob man mit einer bestimmten vorgegebenen Struktur arbeitet oder ob man die Struktur aus dem eigenen Empfinden her entwickeln möchte. Es empfiehlt sich, zunächst die Struktur mit einem Bleistift und den notwendigen Hilfsmitteln wie Lineal und Zirkel zu entwerfen.
Das kann ganz spontan geschehen. Sie können sich aber auch vor ihr Zeichenblatt setzen und zunächst versuchen, sich die Struktur auf einem inneren Zeichenblatt vorzustellen. Dazu müssen sie sich ein Stück in ihre Fantasie begeben und ihr geistiges Auges aktivieren. Es kann sein, dass sie einen visuellen Eindruck erreichen, es kann aber auch sein, dass sie sich der Struktur innerlicher sicher sind. Danach beginnen sie das innerliche Gesehene auf ihrem vor ihnen liegenden Zeichenblatt umzusetzen.

Ist die Form fertig auf dem Blatt, kann der nächste Schritt erfolgen. Sie beginnen mit dem Färben der Elemente. Dazu können sie je nach ihrer Erfahrung unterschiedliche Möglichkeiten nutzen wie z.B. Buntstifte, Fasermalstifte oder auch Wasserfarben.
Hier in meinem Beispiel habe ich alles mit dem Computer erledigt. Zunächst habe ich die Form entworfen und danach die einzelnen Felder gefüllt.
Wenn sie noch unsicher im Gebrauch der Farben sind, machen sie sich doch vorsichtshalber vorher eine Kopie von ihrer Mandala-Struktur. Dann können sie jeder Zeit einen neuen Versuch starten. Es braucht schon eine Zeit an Übung und Ausdauer, bis ihr Mandala den Ausdruck hat, den sie erreichen wollten.

Ist die Grundform entworfen, dann können sie diese auch wie im nächsten Beispiel für eine Erweiterung ihres Mandala nutzen. Spielend erweitert sich die Auswahl und der Gebrauch der Möglichkeiten einfacher Formen zu komplexen Gebilden. Lassen sie sich von ihrer Gestaltungsfreude lenken und leiten. Am Ende steht etwas, was ihnen Freude gemacht hat und die Aufmerksamkeit der anderen auf sich lenkt.
Scheuen sie sich nicht, das, was ihnen nicht gefällt, auch wieder aufzulösen, zu zerreißen und weg zu werfen. Auch wenn das Endprodukt ihnen nicht gefällt, so hat der Weg dort hin sie um einige Erfahrung reicher gemacht.
Nach diesem kleinen Einstieg in die Welt des Mandala werden wir im folgenden zunächst mehr den geometrischen Aufbau eines Mandala betrachten.
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