Mandala, eine Möglichkeit etwas auf den Punkt zu bringen
Aug 2nd, 2006 von HJW
Die Beschäftigung mit Mandala ist die Möglichkeit, sich dem Kreativen frei anzuvertrauen und gleichzeitig eine Struktur zu beachten. Eine Struktur, die eigentlich sehr einfach ist, und gleichzeitig komplexe Entwicklungen möglich macht und in Gang setzt.
Man kann vom Mittelpunkt ausgehen und sich nach draußen bewegen. Jeder Ort hat immer einen sichtbaren Bezug zum Mittelpunkt.

Eine Eigenschaft eines Mandala ist, das es eine klare Umgrenzung, eine wahrnehmbare Grenze hat. Das Bild mit den Pfeilen hat zwar einen Mittelpunkt, es fehlen ihm noch die klar gestalteten Grenzen. Damit aus dem Bild der Pfeile ein Mandala werden kann, müssen noch Begrenzungen eingezeichnet werden.
Wenn sie ein Mandala entwerfen, heißt es für sie, dass sie die Grenzen festlegen müssen. Allgemein kann man sagen:
Sich mit Mandala zu beschäftigen heißt grundsätzlich, sich mit Mittelpunkt und Grenzen malerisch zu beschäftigen. Ohne bewusst eine Grenze deutlich zu machen, wird kein Mandala entstehen.
Wenn sie selber ihr Mandala entwerfen, dann setzen sie die Grenzen des eigenen Mandala. Malen sie ein Mandala nur aus bedeutet das, sie setzen sich mit vorgegebenen Grenzen auseinander und lernen sich in diese einzupassen. Einpassen und Anpassen sind sehr wichtig für das Funktionieren einer Gesellschaft. Ohne Einhalten von gegebenen Grenzen ist ein Miteinander kaum möglich. Ebenso wichtig ist, das jeder für sich lernt, wie und wann er Grenzen selber setzen kann und muss.
Das Malen und der Weg des Mandala unterstützen jeden malerisch beim Finden und Setzen seiner Grenzen in Bezug zu seinem Mittelpunkt, seiner persönlichen Mitte.
