Mit den drei geometrischen Grundformen Kreis, Viereck und Dreieck hat man alles an der Hand, um geometrisch in die Welt des Mandala einzutauchen. Bevor man sich in die Welt des schaffenden und erschaffenden begibt, ist es sinnvoll, zunächst in das Geschaffene hineinzuschauen. Dabei kann man entdeckten, dass ein Mandala keine Erfindung des Menschen ist. Mandalaartige, ornamentale Strukturen entstehen in der Natur durch Eigenschaften der Materie. Man kann sie in der unbelebten, wie in der belebten Materie finden. Jeden Tag und jede Nacht erscheint Mond und Sonne als eine Scheibe am Himmel. Sie sind nicht immer so schön und vollends sichtbar. Wenn sie zu sehen ist, sind die Menschen von den Himmelsrescheinungen beeindruckt. Von vielen Völkern wurden die Himmelskörper verehrt und heute noch stehen sie im Interesse von Wissenschaft und Forschung

Abbildung 3.1: Mond
Wendet man seinen Blick vom Himmel zurück auf die Erde, dann führt die Suche nach mandalaartigen Mustern in die anorganischen Welt der Kristalle. Besonders schön und geheimnisvoll zeigen sich die Eiskristalle. Im Winter verzaubern sie die Fenster mit wunderschönen Mustern.
Abbildung 3.2: Sonnenuntergang
Abbildung 3.3: Eiskristall
Abbildung 3.4: Eiskristall
In der organischen Welt gibt es weitere Muster, die man in die Kategorie Mandala einordnen kann. Der Beginn und Ausgangspunkt von Wachstum ist überall eine einzelne, meistens kreisrunde Zelle, die sich teilt. Nach einer bestimmten Anzahl von Zellen, Kreisen beginnt sich eine Struktur aufzubauen, die den Organismus, die Pflanze, das Lebewesen bildet. Es entstehen wachstumsbedingte Ordnungen und Strukturen wie zum Beispiel die Jahresringe bei einem Baum.
Abbildung 3.5: Wachstumsringe
Abbildung 3.6: Wachstumsringe
Ähnliche Strukturen sind in Versteinerungen und Marmor zu finden.
Abbildung 3.7: Versteinerung
Vielfältig und reichhaltig bilden Blüten und Früchte von Pflanzen und Pilzen mandalaartige Anordnungen, als Beispiel einige Blumen:
Abbildung 3.8: Blume
Abbildung 3.9: Blume
Abbildung 3.10: Blume
Abbildung 3.11: Sonnenblume
Bei den Tieren kommen derartige Muster nicht so häufig vor. Zu sehen sind sie bei einigen Schmetterlingen und beim Pfau.
Abbildung 3.12: Schmetterlinge
Abbildung 3.13: Pfau
Benutzt wird die Struktur von der Spinne, wenn sie ihr Netz aufspannt. Oder bei Vögeln, wenn sie ihr Nest einrichten.
Abbildung 3.14: Spinnennetz.
Muster allgemein, d.h die Wiederkehr gleicher und verwandter Formen sind in der organischen und anorganischen Welt sehr viele wahrzunehmen und zu beobachten. Die Formen sind dabei mehr oder weniger regelmäßig aneinander gereiht oder gespiegelt.
Bis auf die Welt der Pflanzen erscheinen bei Tieren und anderen Organismen mandalaartige Struktur eher selten.